Definition
Ein Freispruch (Judgment of Acquittal) ist eine richterliche Entscheidung, dass die vom Gericht vorgebrachten Beweise rechtlich unzureichend sind, eine Verurteilung in Bezug auf einen oder mehrere Anklagepunkte zu stützen, was zur Entlastung des Angeklagten als Rechtsfolge an diesem Verfahrenspunkt führt.
Prinzip
Prinzip
Verurteilungen ohne rechtlich ausreichende Beweise verhindern, indem das Gericht Anklagepunkte aus der Bewertung entfernt, wenn die Staatsanwaltschaft den anwendbaren Beweisstandard nicht erfüllt.
Demonstration
Demonstration
Nach Abschluss der Beweisaufnahme der Anklage stellt die Verteidigung einen Antrag auf Freispruch; der Richter sieht keine ausreichende Verbindung zwischen dem Angeklagten und der Straftat und gewährt den Freispruch.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Einen Freispruch aus Gründen zu erteilen, die nichts mit Beweisunzulänglichkeit zu tun haben (z. B. als Mittel, Verfahrensregeln zu umgehen oder aus taktischen Gründen), wodurch prozessuale und materielle Standards vermischt würden.
Konsequenz
Konsequenz
Ein gültiger Freispruch beendet das Verfahren in Bezug auf den freigesprochenen Anklagepunkt und verhindert in der Regel eine Wiederaufnahme desselben Vorwurfs unter dem Doppelverfolgungsverbot; er schützt zudem vor einer nicht durch das Recht gedeckten Verurteilung.
Umkehrung
Umkehrung
Die Ablehnung eines Freispruchs lässt das Verfahren zum Geschworenengericht weiterlaufen (oder lässt das Geschworenengerichtsurteil Bestand haben) und überlässt die Entscheidung einem Tatsachenfinder statt dem Gericht zu diesem Zeitpunkt.
Abgrenzung
Abgrenzung
Unterschiedet sich je nach Gerichtsbarkeit hinsichtlich Zeitpunkt und Standard (Antrag nach Abschluss der Beweisaufnahme, Post‑Verdict‑Anträge, dirigierte Urteile); zu unterscheiden von einer Berufungsaufhebung oder einem 'not guilty' des Geschworenengerichts, obwohl beide zu keiner Verurteilung führen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Nah an einem 'not guilty'-Verdikt des Geschworenengerichts — beide führen zu keiner Verurteilung — jedoch ist der Freispruch eine richterliche Feststellung der rechtlichen Beweisunzulänglichkeit, während das 'not guilty' eine Tatsachenentscheidung darstellt.
Synthese
Synthese
Der Freispruch ist die formelle richterliche Feststellung, dass die Anklagebeweise rechtlich nicht ausreichen, um eine Verurteilung zu stützen; er beendet die betreffenden Anklagepunkte in diesem Verfahrensstadium und schützt vor rechtswidrigen Verurteilungen.