Definition
Eine Unterkategorie des Menschenhandels, bei der Personen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung — einschließlich Prostitution, Pornografie, sexueller Versklavung oder erzwungener sexueller Dienste — angeworben, transportiert, beherbergt oder aufgenommen werden mittels Nötigung, Betrug, Gewalt oder Machtmissbrauch.

Prinzip

Prinzip
Ausbeutung sexueller Autonomie und körperlicher Integrität durch Untergrabung der Einwilligung mittels Zwangstaktiken, Täuschung, Drohungen oder Kontrolle; häufig sind Dritte beteiligt, die von der Einschleusung von Opfern in sexuelle Märkte profitieren.

Demonstration

Demonstration
Eine Person wird mit falschen Angeboten für Model- oder Gastgewerbearbeit geködert und dann in einer Unterkunft festgehalten, wo sie unter Androhung und Einbehaltung von Ausweisdokumenten zur kommerziellen Sexualität gezwungen wird.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Alle Formen der kommerziellen Sexualität oder einvernehmliche sexuelle Arbeit Erwachsener als sexuellen Menschenhandel zu bezeichnen, ohne Belege für Zwang, Gewalt, Betrug oder Ausbeutung von Verwundbarkeit.

Konsequenz

Konsequenz
Führt zu strafrechtlicher Verfolgung der Täter, straf- oder zivilrechtlichen Maßnahmen gegen Ausbeuter, opferzentrierten Schutz- und Gesundheitsdiensten sowie möglichen Maßnahmen zur Wiedereingliederung oder Rückführung der Opfer.

Umkehrung

Umkehrung
Konsensuelle sexuelle Arbeit zwischen Erwachsenen ohne Zwang, Täuschung oder Ausbeutung, bei der Transaktionen und Arbeitsbedingungen freiwillig sind und rechtlich geregelt werden können.

Abgrenzung

Abgrenzung
Erfasst ausbeuterische sexuelle Praktiken mit Zwang, Täuschung oder Kontrolle; ausgenommen sind freiwillige Sexarbeit informierter Erwachsener, einvernehmliche Sexbeziehungen zwischen Erwachsenen und nicht ausbeuterische intime Beziehungen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Es bestehen Spannungen, wenn strafrechtliche Maßnahmen gegen Menschenhandel mit Debatten über die Entkriminalisierung von Sexarbeit, Einwilligung und strukturelle Ursachen sexueller Ausbeutung kollidieren; die Abgrenzung von Zwang und Einwilligung ist oft umstritten.

Synthese

Synthese
Sexueller Menschenhandel ist die Ausbeutung sexueller Autonomie durch coercive oder täuschende Mittel, gekennzeichnet durch fehlendes echtes Einvernehmen und organisierte oder instrumentalisierte kommerzielle sexuelle Ausbeutung.