Definition
Die Handlung, wissentlich und vorsätzlich die Identität oder das Erscheinungsbild einer anderen Person anzunehmen oder sich fälschlich als ein bestimmter Amtsträger oder Vertreter auszugeben, mit dem Zweck, Vorteil, Zugang zu erhalten oder Schaden bzw. Täuschung herbeizuführen.
Prinzip
Prinzip
Erfordert die vorsätzliche Annahme oder Darstellung einer fremden Identität oder Amtsperson verbunden mit Täuschungsabsicht und einer unbefugten Vorteilsgewinnung, Zugangserlangung oder Rechteeinschränkung; Einwilligung und Befugnis heben das Delikt auf.
Demonstration
Demonstration
Verwendung personenbezogener Daten einer anderen Person zum Eröffnen von Bankkonten, zum Einloggen in Online-Dienste oder das Auftreten als Polizeibeamter, um Zutritt zu privaten Räumen zu erlangen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Dramatisches Rollenspiel, rechtmäßiges Handeln unter vertraglicher Autorität oder die Verwendung eines Pseudonyms ohne Betrugsabsicht fälschlich als strafbare Anmaßung von Identität zu werten.
Konsequenz
Konsequenz
Kann zu strafrechtlichen Anklagen (Identitätsdiebstahl, Betrug, unrechtmäßige Amtsanmaßung), zivilrechtlicher Haftung für Schäden, Entzug von Zugangsrechten und Nebenstrafen wie Wiedergutmachung und Einziehung von Gewinnen führen.
Umkehrung
Umkehrung
Berechtigte Vertretung (Vollmacht, bevollmächtigter Agent), transparentes Rollenspiel oder ausdrückliche Zustimmung der betroffenen Person beseitigen die Strafbarkeit und machen das Verhalten rechtmäßig.
Abgrenzung
Abgrenzung
Umfasst nicht Anonymität, rechtmäßige pseudonyme Online-Präsenz oder zulässiges berufliches Verhalten, bei dem Identität freiwillig übertragen wird; überschneidet sich mit Betrug, Urkundenfälschung und Identitätsdiebstahl, wenn Tatbestandsmerkmale zusammenfallen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen Anonymität/Privatsphäre und dem Schutz vor täuschender Identitätsanmaßung; die Abgrenzung harmloser Pseudonymität von schädlicher Anmaßung hängt von Täuschungsabsicht und Schaden ab.
Synthese
Synthese
Identitätsanmaßung ist die rechtswidrige Annahme einer Identität: die vorsätzliche Darstellung als jemand anderes oder als Amtsperson ohne Befugnis, wobei die Täuschung eingesetzt wird, um Zugang, Vorteil oder Schaden zu erzielen und durch Einwilligung oder rechtliche Befugnis aufgehoben wird.