Definition
Eine Form der unbefugten Nutzung, bei der ein Akteur Rechenressourcen oder Platz in einem Computersystem oder Netzwerk ohne Erlaubnis belegt, nutzt oder anderweitig konsumiert, analog zum physischen Hausfriedensbruch.
Prinzip
Prinzip
Das leitende Prinzip ist die rechtswidrige Belegung von Rechenressourcen: Nutzung von CPU, Speicher, Bandbreite oder Session-Zustand auf eine Weise, der der rechtmäßige Betreiber nicht zugestimmt hat.
Demonstration
Demonstration
Ein kompromittiertes Gerät betreibt einen versteckten Krypto-Miner, der Server-CPU-Zyklen verbraucht, oder ein Botnetz etabliert persistente Sessions auf Cloud-Hosts, um Spam zu versenden.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Jede beiläufige oder kurzzeitige Netzwerkaktivität als ‚Trespass‘ zu bezeichnen – etwa ein einzelner Ping oder eine legitime Kurzverbindung – wenn keine anhaltende Belegung oder spürbare Ressourcennutzung vorliegt.
Konsequenz
Konsequenz
Die richtige Einordnung führt zur Entfernung des Besetzers, zur Behebung der betroffenen Systeme und zu möglichen straf- oder zivilrechtlichen Ansprüchen wegen Ressourcenaneignung und Dienststörung.
Umkehrung
Umkehrung
Erlaubte Belegung: geplante oder vereinbarte Nutzung von Systemressourcen wie zugewiesenen VMs, genehmigten Gastkonten oder zugelassenen Hintergrundprozessen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Erfasst anhaltende Nutzung oder Belegung von Rechenressourcen; schließt bloße Beobachtung, das Lesen öffentlich geteilten Materials oder transiente Netzwerkinteraktionen ohne materiellen Effekt aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Eng verwandt mit unbefugtem Netzwerkzugriff, unterscheidet sich jedoch durch die nachhaltige Ressourcennutzung oder -belegung; unterscheidet sich von Manipulation, bei der primär eine Änderung vorgenommen wird.
Synthese
Synthese
Computer-Trespass ist die unrechtmäßige und dauerhafte Nutzung von Rechenressourcen oder Systemraum ohne Erlaubnis, die zu Störungen legitimer Abläufe und möglichem Ressourcenverlust führt.