Definition
Ein vom Model Penal Code abgelehnter Prüfungsmaßstab, der die strafrechtliche Verantwortlichkeit ausschließt, wenn der Täter zum Zeitpunkt der Tat infolge einer psychischen Krankheit oder Störung nicht in der Lage war, die Strafbarkeit seines Verhaltens wesentlich einzusehen oder sein Verhalten den gesetzlichen Anforderungen anzupassen.

Prinzip

Prinzip
Strafbare Schuld erfordert sowohl eine Handlung als auch eine innere Einstellung; wenn eine schwere psychische Störung die kognitive oder volitionale Fähigkeit wesentlich beeinträchtigt, ist der Handelnde nach üblichen Schuldmaßstäben nicht verantwortlich.

Demonstration

Demonstration
Ein Angeklagter erleidet eine psychotische Episode und ersticht in der Überzeugung, das Opfer sei ein bewaffneter Angreifer; psychiatrische Gutachten zeigen, dass er die Unrechtmäßigkeit nicht erkennen oder sein Verhalten nicht steuern konnte, was eine Freisprechung nach dem MPC-Standard stützt.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Jede diagnostizierte psychische Krankheit oder vorübergehende Belastung als ausreichend für einen Insanity-Vorwand zu betrachten oder den Standard auf durch freiwilligen Rausch verursachtes Verhalten ohne entsprechende Erkrankungsnachweise anzuwenden.

Konsequenz

Konsequenz
Bei erfolgreicher Anwendung wird der Angeklagte wegen Unzurechnungsfähigkeit für nicht schuldig erklärt; dies beendet die normale strafrechtliche Sanktion und führt stattdessen zu zivilrechtlicher Unterbringung, Behandlung und Sicherheitsmaßnahmen.

Umkehrung

Umkehrung
Im Gegensatz dazu entschuldigt ein rein kognitiver Test (z. B. die strikte M'Naghten-Regel) nur diejenigen, die nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden können; das MPC erweitert dies um einen volitionalen Aspekt; die Gegenposition würde jede psychische Beeinträchtigung als irrelevant ansehen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt nur, wenn die Beeinträchtigung von einer psychischen Krankheit oder Störung ausgeht und wenn sie wesentlich ist; schließt gewöhnliche Persönlichkeitsmerkmale, unmoralische Motive und die meisten selbstverschuldeten Intoxikationen aus, sofern diese nicht einen krankheitsähnlichen Zustand erzeugen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Zwischen dem Schutz der Öffentlichkeit und der Anerkennung tatsächlicher Unfähigkeit besteht Spannung: Der Standard balanciert kognitive und volitionale Elemente aus, was zu Konflikten mit strengeren kognitiven Definitionen und Auffassungen führt, wonach psychische Krankheit die Schuld nicht verändern soll.

Synthese

Synthese
Der MPC-Standard für Unzurechnungsfähigkeit definiert einen engen Rahmen, der strafrechtliche Verantwortlichkeit ausschließt, wenn eine klinisch signifikante psychische Krankheit oder Störung zu einer wesentlichen Unfähigkeit führt, Unrecht zu erkennen oder Handlungen zu steuern, und verlagert die Reaktion von Strafe hin zu Behandlung und Sicherung.